Das Osnabrücker Land ist reich an Klöstern. Sie sind dem Namen nach wohlbekannt. Gepriesen wird auch die Schönheit ihrer Lage und Architektur. Sie berufen sich auf Ordensgründer wie Benediktus, Dominikus oder Franziskus von Assisi, die im Mittelalter oder noch friiher wirkten. Die Kloster selbst aber entstanden erst Mitte des 19Jahrhunderts oder später. Sie sind bis heute von ihren damaligen Stiftern wie von Zufallen und von der Zeitgeschichte gepragt. Eine alteTraditon haben auch die Regein der einzelnen Orden, denen sich jeder unterwirft, der Nonne oder Monch wer-den mochte - also Gehorsam, Armut und Keuschheit. In langen Jahren der Selbstfindung und Prufung gehen die Novizen und Novizinnen einen Weg, an dessen Ende die Profeß, das feierliche Gelübde auf Lebenszeit steht.
Was aber spielt sich heutzutage hinter Klostermauern ab? Wer lebt und arbeitet dort und vor allem: wie? Der Film ,,Klosterleben" hebt bewusst auf Vorgänge innerhalb der Kloster heute ab, ohne die Schönheit ihrer Architektur und das besondere Ambiente innerhalb der Klostermauern auszublenden. Er schildert an fünf Beispielen aus Lage-Rieste, Thuine, Osnabrück und Ohrbeck, was aus alten Traditionen geworden ist, wie die mönchische Lebensform praktiziert wird. Dabei wird die Vielfalt der Ordensgemeinschaften und ihre jeweilige Besonderheit verdeutlicht. Gespräche mit Schwestern und Brüdern auch über die Zukunft der Klostor sind die Grundlage fur diesen Dokumentarfilm, der zugleich Alltag in den Klostern zwischen Stundengebet und Arbeit in Küche, Büro und Werkstatt aufzeigt. Dank der Empfehlung durch das Bistum Osnabrück wie auch dor Aufgeschlossenheit der Verantwortlichen in den einzelnen Klöstern konnte so ein Film entstehen, der eine fur die meisten Bürger unbekannte Kultur und Lebensform schildert und so auch falsche Vorstellungen vom Klostorleben zurechtrücken kann.
,,Klosterleben". Ein Film von Heinz-Ulrich Bardelmeier, Franz Hiils-mann, Herbert Kuhlenschmidt, Peter Marchal und Jorg Stoltc. Regie: Peter Marchal. Sprecherin: Jutta Wermke. Musik: Franz Hiilsmann (Komposition 2 u. 4), Inka Stampfl u. Notker Wolf OSB (aus: Weiher-Serenade). e-movie - Volkshochschule der Stadt Osnabrück 2009. Lange: 92 Minuten (1 DVD).
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